Eröffnung des Innovationszentrums rückt näher

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19.02.2020

Der Gemeindeausschuss hat das vom Architekten Wolfram Haymo Pardatscher erarbeitete Projekt für die Einrichtung eines sogenannten Business Incubator in den leer stehenden Räumlichkeiten unterhalb der Tribünen genehmigt

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2021 werden neben Pferden und Jockeys auch UnternehmerInnen den Meraner Pferderennplatz bevölkern. Der Gemeindeausschuss hat nämlich das vom Architekten Wolfram Haymo Pardatscher erarbeitete Projekt für die Einrichtung eines sogenannten Business Incubator in den leer stehenden Räumlichkeiten unterhalb der Tribünen genehmigt. Das Vorhaben wurde heute Vormittag bei einer Pressekonferenz im Rathaus und im Beisein von Bürgermeister Paul Rösch und Innovationsstadtrat Diego Zanella präsentiert.

"Die Förderung von innovativen Unternehmen und kreativen Köpfen ist ein wichtiger Baustein für eine erfolgreiche Zukunft unserer Stadt", unterstrich Bürgermeister Rösch. "Indem wir unser Angebot in diesem Bereich weiter ausbauen, sorgen wir dafür, dass JungunternehmerInnen in Meran beste Bedingungen vorfinden. Wir halten damit kluge und tatkräftige Menschen in Meran und ziehen sie auch von außerhalb an", so Rösch. Der Business Incubator, wie das Gründerzentrum bezeichnet wird, ist Teil des EU-Projekts MIND (Meran Innovation District).

"Der Business Incubator wird UnternehmerInnen neben voll eingerichteten Arbeitsplätzen zu günstigen Mieten verschiedene Beratungsleistungen und Förderungen anbieten, die sie beim Auf- und Ausbau des eigenen Unternehmens unterstützen sollen", erklärte Zanella. „Der große Andrang bei Startbase Meran hat gezeigt, dass wir den richtigen Weg eingeschlagen haben. Eine größere Struktur ins Auge zu fassen, ist der logische nächste Schritt. Gleichzeitig wird der Pferderennplatz mit der neuen Initiative mehr mit der Stadt verknüpft", so Zanella.

"Das Innovationszentrum entsteht aufgrund eines konkreten Bedarfs von zahlreichen Menschen und Unternehmen in Meran und Umgebung. In den letzten Jahren hat die Stadt Meran die Innovationskultur im Meraner Raum mit verschiedenen Initiativen gefördert: Mittlerweile wurden rund 40 Events und Workshops mit GründerInnen, UnternehmerInnen, Kindern und Jugendlichen durchgeführt. Es wurden rund 70 Beratungen durchgeführt und über 800 Personen in verschiedene Aktivitäten involviert. Die beiden bestehenden Coworking Spaces in Untermais platzen aus allen Nähten und wir haben lange Wartelisten mit Interessenten. Es braucht also dringend einen Ort, wo das Thema Innovation in Meran ein Zuhause bekommt und von wo aus es weiter wachsen kann", unterstrich Johannes Troger vom Projekt MIND.

Einmal eingerichtet, wird der Business Incubator gemäß den kürzlich verabschiedeten gesetzlichen Vorgaben „zertifiziert“ werden. Durch diese Zertifizierung werden sich eine Reihe von finanziellen und rechtlichen Vorteilen ergeben. Außerdem wird es so leichter sein, die Verwaltung des Zentrums nach den ersten Jahren mit öffentlicher Unterstützung einem Privaten zu übergeben.

Das Angebot für UnternehmerInnen wird im Vergleich zu Startbase Meran daher noch einmal ausgebaut. Bei diesem Vorreiterprojekt wird die Gemeinde wie schon im Falle von Startbase Meran eng mit IDM Südtirol und dem neu eingerichteten Technologiepark NOI zusammenarbeiten. Auch weitere Synergien sind möglich, beispielsweise mit dem EFRE-Projekt Mestech (MErano Smart TECH Community), bei dem Meraner Jungunternehmen im Bereich Umwelt und Energie mit 600.000 Euro unterstützt werden, oder dem Innovationszentrum (Alperia Research), das Alperia laut Industrieplan in den kommenden Jahren in Meran aufbauen wird.

Das Projekt

"Der Incubator wird innerhalb der bestehenden architektonischen Struktur eine autonome Einheit darstellen, wobei Zugang und Sanitäranlagen sowohl von Merano Galoppo als auch von den zukünftigen Nutzern des Innovationszentrums genutzt werden. Die neue Einheit wird sich über mehrere in Längsrichtung gegliederten, mehr oder weniger offen gehaltenen Ebenen (Open Spaces) auf einer Gesamtfläche von 800 Quadratmetern estrecken", erklärte der Architekt Wolfram Haymo Pardatscher.

"Der Haupteingang dient als Verteiler. Hier angesiedelt sind die Cafeteria und die Green-Hall, ein Austausch- und Kommunikationsraum). Von hier aus gelangt man über genormte Rampen und einer Treppe zu den höher gelegenen Bereichen, wie etwa zum Coworking- Space, zur Members Lounge mit Küche, zur Arena, zur Aus- bzw. Fortbildungs- und Meetingsräumen", so Pardatscher.

Die Sanierung der Räumlichkeiten, die in den goldenen Zeiten des Pferderennplatzes eine große Bar und Wettschalter beherbergten, wird insgesamt 2,5 Millionen Euro kosten. Davon kommen 800.000 Euro aus Förderungsmitteln der Europäischen Union. Im Juni 2021 soll das neue Innovationszentrum seine Tore öffnen.

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